Sind DSLR’s mit Videofunktion eine echte Konkurrenz für semi-professionelle Videokameras? 2009 steht im Spannungsfeld dieser Fragestellung. Noch einmal beschleunigt hat diese Debatte, die im Mai 2009 erschienene Panasonic Lumix GH1. Mit voller manueller Kontrolle über Blende und Belichtungszeit erfüllt sie eine wichtige Voraussetzung für den Profieinsatz. Vor allem verspricht sie aber eine geringe Tiefenschärfe – eine Eigenschaft bei der klassische Camcorder passen müssen.
Will der ambitionierte Videofilmer diesen “Shallow Depth of Field” Hollywood-Look, musste er bislang teure und komplizierte DOP-Adapter einsetzen. Mit der GH1 bekommt er nun für das gleiche Geld eine komplette Photo- und Videokamera, die eben diese schmalere Tiefenschärfe – auch Bokeh genannt – mitbringt.
Doch die GH1 bietet weit mehr: Sie nimmt im 720p-Modus mit 50 Vollbildern pro Sekunde auf – dem Format der Zukunft, das bislang nur wenige Pro-Camcorder beherrschen. Mit 50fps lässt sich die Geschwindigkeit der Bildwiedergabe (Over/Under-Cranking) ohne Qualitätseinbußen variieren. Auch Timelapse (Zeitraffer) lassen sich dank Intervall-Aufnahme mit der GH1 hervorragend aufnehmen.

Dank des großen Bildchips (4/3Zoll) verfügt die GH1 über gute LowLight Eigenschaften – wenngleich die Ergebnisse nicht ganz so atemberaubend sein sollen wie bei der Lowlight-Königin Canon 5D MKII. Dennoch kann der Licht-Koffer jetzt in den meisten Fällen Zuhause bleiben.
Soweit zur Theorie. Zum praktischen Testen hieß es für mich raus auf die Straße. Ein Bremer Skatepark schien eine gute Location zu sein, um die zwei wichtigsten Eigenschaften der GH1 zu testen: Das Bokeh und der 50fps-Modus.
Ergebnisse
Die Ergebisse sind … More