MacBook Pro

Die neue Serie bei AnalyThis – ein Erfahrungsbericht über den Umstieg von Windows zu Mac.

Teil 1: Die Kaufentscheidung

Ich bin gerade beim Video-Editing mit Premiere Pro 1.5 und will mein Werk nun rendern, dabei stürzt wieder einmal das Programm ab. Statt zu rendern, brüllt der Lüfter von meinem Asus-Notebook. Dabei habe ich das Teil extra aufgebockt, damit auch von unten Luft ans Gerät kommt.

Ein neuer Rechner muss her

Am Absturz ist nicht nur Premiere schuld. Das Windows XP schmiert oft ab und der Rechner ist zu alt. Der Asus Laptop hat nur 512 MB Arbeitsspeicher, was vor vier Jahren nicht schlecht war. Über Grafikpower reden wir lieber gar nicht. Gut kann ich mich noch an den damaligen Verkäufer erinnern: „Brauchen Sie Multimedia-Anwendungen?”, fragte mich der gute Mann, „nein, ich mach nix mit Film”, war meine etwas voreilige Antwort. Wie man sich täuschen kann …heute arbeite ich viel mit Video-, Audio- und Bildbearbeitungs-Programmen.

Aber nicht mehr mit dem Asus, beschließe ich! Ich brauch was Neues, schnelleres, mit viel Grafikleistung, und trotzdem mobil. Schließlich bin ich viel unterwegs. Ein Desktop-Rechner kommt also nicht in Frage. Geld ist da, also mal schauen was es so an neuen Notebooks gibt:

Asus G2

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Da ich mit Asus sehr zufrieden war, schaue ich mich zuerst bei den Taiwanesen um. Mit dem G2 finde ich schnell ein Gerät, dass in die nähere Auswahl kommt. Als Gaming-Notebook konzipiert, verfügt es über eine NVIDIA® GeForceTM 8600M GT 256 MB VRAM (GDDR3) Grafikkarte. Dazu 2 GIG RAM und, was mir sehr gefällt, einen Voll-Carbon-Rahmen. Das Teil ist leicht und kann trotzdem mal runterfallen. Edel ist der Carbon-Look auch. Ein 17 Zoll Display rundet das Paket ab.

Sony Vaio

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Da ich mir mittlerweile überlegt hatte, meine komplette zukünftige Filmausrüstung „HD-Ready” zu machen, war klar, dass ich in jedem Fall 4 GIG RAM brauche. Unter HD Gesichtspunkten rückte außerdem Sony ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit. Sony hatte gerade – für mich wenig überraschend – mit Blue Ray, den HD-Laufwerkskrieg gewonnen. Ein zukunftsfähiges Notebook mit Blue-Ray-Laufwerk/Brenner wäre da eine sinnvolle Sache.

Bei Sony stieß ich dann auf das Vaio VGN-FZ31Z. Sony bewirbt das Teil als Notebook für Kreative, ideal zur Bild- und Videobearbeitung in HD. Also genau mein Ding! Es hat ein Blue-Ray-Laufwerk mit Brenner, 4 GB RAM, 256 MB Grafikkarte und einen DuoCore 2.4 GHZ. Wie gemacht für meine Bedürfnisse. Meine erste Kaufentscheidung stand eigentlich fest. Toll auch das hervorragende Display in 15 Zoll.

Negativ erschien mir lediglich die Tatsache, dass das vorinstallierte Windows Vista nur 3GB RAM unterstützt. Aber was soll’s, man kann eben nicht alles haben. Zusätzlich bestärkt hat mich auch mein Hardware-Dealer von Campuspoint. Anhand meines Anforderungsprofils, empfahl er mir ebenfalls das Sony FZ 31 Z.

Einen Tag bevor ich dann endlich Nägel mit Köpfen machen wollte, sprich das Sony zu bestellen, informierte ich mich noch einmal über Video-Editing Software: Man muss wissen, dass „Premiere Pro” von Adobe und „Final Cut Pro” von Apple beide als sehr gut gelten. Final Cut wird meist noch etwas besser als Premiere eingeschätzt. Da ich nun bisher immer mit Premiere gearbeitet hatte, lag es aber nahe, Adobe treu zu bleiben (und damit auch Microsoft).

Die Adobe Creative Suite 3 (CS 3) mit Premiere, Photoshop und After Effects ist eine feine Sache und schön aufeinander abgestimmt. Zusammen mit dem Sony FZ 31Z (1799 Euro) würde ich mir, man gönnt sich ja sonst nix, die neue CS 3 (ca. 2000 Euro) holen. Damit wäre meine Videobearbeitung auf dem neuesten Stand für HD, aber auch für neue mobile Formate, wie Flash (Handy) und MP4 (iPod).

Als ich mir dann jedoch die Hardware-Anforderungen vom neuen Premiere Pro auf der Adobe-Website durchlas, traf mich fast der Schlag: Die Festplatte muss mit 7200 rpm drehen, sonst wird das nix. Dumm nur, dass Sony extrem langsame (eigene) Festplatten verbaut. Im Vaio SZ 31 Z sitzt eine Festplatte mit 4200rpm!! Unerklärlich wie Sony behaupten kann, dieses Notebook sei ideal zum Video-Editing mit Premiere.

Apple

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Jetzt stellte ich Alles in Frage! Schon bisher hatte ich das MacBook Pro von Apple in Erwägung gezogen – aber auch immer wieder verworfen. Zu teuer und außerdem müsste ich umlernen auf Final Cut.

Ganz objektiv war ich bisher aber nicht: Das MacBook Pro kostet 1799 Euro in der günstigsten Variante (2GB RAM, 256 MB GeForce, 2.4 DuoCore Prozessor), ebenso das Sony. Aber mit 90 Euro Aufpreis gibt es bei Apple eine schnelle 7200rpm Festplatte dazu. Wo Apple richtig hinlangt, ist die Aufrüstung von 2 GB RAM auf 4. Das kostet schlappe 360 Euro mehr.

Meine Überlegung war nun, dass ich mit Leopard ja ein schlankes Betriebssystem bekomme (im Gegensatz zum aufgeblähten Windows Vista) und möglicherweise erst mal mit 2 GB RAM klar komme. Insofern liege ich preislich mit dem Sony genau gleich auf. Dazu kommt, dass das Softwarepaket bei Apple sogar billiger ist (1299 zu ca. 2000 Euro). Dazu kommt weiterhin das Final Cut sogar besser ist, als Premiere.

Blieb noch Blue Ray als Killer-Argument. Hier kam ich zu dem Ergebnis, dass Discs (auch Blue Ray) eigentlich keine Zukunft als Speichermedium haben. Wenn es demnächst 128 GB Flashspeicher gibt, braucht kein Mensch Discs. Film einfach per BlueTouth aufs Handy oder USB-Stick übertragen, fertig.

Kurz und gut: Ich steige um zu Apple! Das ich Final Cut noch lernen muss macht mir nicht soviel aus, vielleicht sind der Workflow und die Arbeitsergebnisse am Ende des Tages sogar besser als wenn ich weiter mit Adobe Premiere arbeite. Geliebt habe ich Adobe sowieso nie.

Ein Gespräch mit einem befreundetem MacBook Pro Besitzer gab dann den Ausschlag: Ich kaufe ein MacBook Pro bei Gravis! Gravis rüstet sogar für nur 100 Euro Mehrpreis den Arbeitsspeicher von 2 GB RAM auf 4 GB um. Dazu kam von meinem Bekannten noch die Empfehlung in jedem Fall das mittlere MacBook Pro mit der 512 MB GeForce-Grafik-Karte zu nehmen. Der Empfehlung wollte ich nun mit Taten folgen.

Bei dem örtlich Gravis-Händler wurde mein Optimismus, durch realem Kontakt mit dem MacBook Pro, leider erst mal etwas gebremst. Wie ich feststellte, hat das MacBook Pro einen Rahmen aus Roh-Alu und ist damit sehr weich und kratzempfindlich. Das ist zumindest peinlich, denn das Asus P2 kommt in Carbon und das Sony Vaio in Titan daher. Aus meinem Sport (dem Windsurfen) bin ich mit den schlechten Materialeigenschaften von Aluminium vertraut. Nur die billigsten Teile sind aus Alu. Wer was Vernünftiges will, kauft Carbon-Teile. Wenn schon Alu, dann sollte es bei Apple wenigsten eine harte Alu-Legierung wie das teure aber gute „Easton T9″ Aluminium sein.

Das Apple-Fans Roh-Alu auch noch toll finden, ist schwer nachzuvollziehen. Wenn das MacBook Pro einmal runter fällt ist es mit Sicherheit verbogen bzw. wahrscheinlich ganz kaputt. Apple sah sich wohl deshalb genötigt, den Netzstecker per Magnet zu befestigen, damit das Teil nicht so schnell runter fallen kann (mein Asus ist übrigens zweimal runter gefallen: einmal brach der Tisch zusammen und einmal ist es aus der Hand gerutscht).

Zur Sicherheit hat Apple – übrigens gegen geltendes deutsches Recht, die Gewährleistung um ein Jahr gekürzt. Das geht gar nicht!

Sehr ärgerlich ist auch die Tatsache, dass die Lieferzeit unklar ist. Der Verkäufer sagte mit 2-3 Wochen müsste ich wohl rechnen. Bestellt habe ich trotzdem. Das war vor 14 Tagen …

Sobald das MacBook Pro da ist, geht es weiter mit dem zweiten Teil meines Erfahrungsberichts „Mein neues MacBook Pro: Der Umstieg”.

Stay Tuned …

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